Einleitung

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Der Mangel an nachhaltigem Handeln hat die Welt in die Krise geführt, wirtschaftlich und ökologisch. Nur die Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigen Entwicklung ermöglicht uns diese Krise zu überwinden. Dieser Paradigmenwechsel braucht Zeit. Aber es gibt keine Alternativen dazu.

Nachhaltigkeit ist dabei mehr als Klimaschutz und erneuerbare Energien. Sie betrifft die ganze Gesellschaft, die ganze Wirtschaft und sie muss die Politik erfassen. Nachhaltige Entwicklung heisst, dass die Menschheit sich innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten weiterentwickelt, wobei ein wesentlicher Teil der Biosphäre den anderen Arten überlassen wird. Langfristiger Nutzen für alle muss an die Stelle kurzfristigen Gewinns für wenige treten.

Dieses Umdenken hat bereits begonnen. Nachhaltigkeit ist zu einem grossen Thema für die Wirtschaft aufgestiegen. Der Klimaschutz und die erneuerbaren Energien haben umfangreiche Investitionen angezogen. In andern Bereichen sind sich viele Unternehmen freilich noch unsicher, ob Nachhaltigkeit nicht ein teurer Luxus ist, für den in Krisenzeiten die Mittel fehlen.

Um so wichtiger ist es, dass innovative Unternehmen vorangehen. Sie müssen zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur machbar ist, sondern langfristig auch die Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg bildet. Und ebenso wichtig ist, dass solche guten Beispiele auch gezeigt werden.
FFGS-Definition der nachhaltigen Entwicklung
“Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass die Menschheit sich innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten weiterentwickelt, wobei ein wesentlicher Teil der Biosphäre den anderen Arten überlassen wird. Dazu braucht es starke soziale Systeme und eine dynamische Wirtschaft, die sich auf die Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen ausrichten, der heutigen und zukünftigen Generationen.“

Das Internetportal www.nachhaltigkeit.org will solche Beispiele aufzeigen. Es richtet sich dabei in erster Linie an Akteure in der Wirtschaft, in der Politik, an Universitäten und in Organisationen. Das Portal will ihnen einen Überblick geben über das, was in Sachen Nachhaltigkeit in der ganzen Breite der Thematik geschieht. Nachhaltigkeit.org will ihnen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, ihre eigenen Informationen und Gedanken ungeschminkt und ungefiltert der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Idee für das Portal wurde fernab der Schweiz geboren, am ersten „World Future Energy Summit“ im Januar 2008 in Abu Dhabi. Das Emirat stellte an diesem Treffen seine Pläne für die Ökostadt Masdar vor: autark in der Versorgung mit – erneuerbarer – Energie, kohlendioxidneutral, abfallfrei. Doch diese Grundidee Masdars kann auch auf die Schweiz und Europa übertragen werden: Ein modernes und wohlhabendes Land muss heute in die Nachhaltigkeit investieren, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Wende zur Nachhaltigkeit braucht zugleich Öffentlichkeit. Doch Nachhaltigkeit wird heute in den Medien noch allzu oft in der grünen und umweltbewegten Ecke angesiedelt. Zu Unrecht. Denn dort hat die moderne Nachhaltigkeit zwar viele ihrer Wurzeln. Aber sie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Das Internetportal nachhaltigkeit.org ist aus der Verbindung dieser beiden Ideen hervorgegangen. Der Start des Portals wurde von der Foundation for Global Sustainability unterstützt, die von Nick Beglinger im Herbst 2007 gegründet worden war.

Wir wollen objektiv darstellen, was tatsächlich geschieht, ohne Problematisches zu verschweigen. Der Benutzer soll sich eine eigene Meinung bilden können. Wir wollen helfen, indem wir Tatsachen auf den Tisch legen und Zusammenhänge beschreiben.

Doch das Portal soll nicht nur von Journalisten gemacht werden. Es soll allen offen stehen, die sich beruflich oder gesellschaftlich in der Nachhaltigkeit engagieren. Wer auch immer fundiert etwas zu sagen hat, dem stehen dafür die als „Beiträge“ in den einzelnen Rubriken gekennzeichneten Seiten offen. Für Meinungsbeiträge steht die Kolumne zur Verfügung.

Nachhaltigkeit braucht den Einsatz vieler. Dieses Portal will einen Beitrag dabei leisten.

Steffen Klatt

 

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