Karlsruhe - Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) sieht grosses Potenzial für den Ausbau der Cleantech-Wirtschaftsbranchen in der Schweiz. In einer Studie im Auftrag des Schweizerischen Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), des Schweizerischen Bundesamtes für Energie (BFE) und des Schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) hat das Fraunhofer ISI in Karlsruhe laut eigener Medienmitteilung ermittelt, wie diese Möglichkeiten noch besser nutzen kann. Verwandte Themen| { Atomausstieg ist Cleantecheinstieg, 26.05.11 } | | { Schweizer Export brummt, 11.04.11 } | | { Gut für Cleantech, 11.03.11 } | | { Wirtschaftskonform, 06.03.11 } | | { Cleantech ist in Fahrt, 13.12.10 } | | { Weltweit Cleantech fördern, 15.11.10 } | | { Zukunftsgerichtet, 08.11.10 } | | { Gescheiter konsumieren, 05.11.10 } | | { Masterplan für grünes Wachstum, 05.11.10 } | | { Saubere Chancen nutzen, 17.10.10 } | | { Mageres Wagniskapital bei Cleantech, 13.10.10 } | | { Grünes Investment auf der Bremse, 29.09.10 } | | { Clean Tech Media Award, 26.07.10 } | | { Innovation effizient gestalten, 23.06.10 } | | { Westschweiz will sauberen Erfolg, 01.06.10 } | | { Swiss Cleantech für Indien, 27.05.10 } |
Unter anderem ist es gemäss Fraunhofer ISI notwendig, den Wissens- und Technologietransfer zu verbessern, die Cleantech-spezifische Förderung auszubauen sowie angewandte Forschung und private FuE-Aktivitäten zu fördern. Laut der Studie „Optimierung der Wertschöpfungskette Forschung – Innovation – Markt im Cleantech-Bereich“ ist die Eidgenossenschaft zwar relativ gut, aber nicht optimal aufgestellt, um an den Wachstumspotenzialen der Cleantech-Branche angemessen teilzuhaben. Die Wissenschaftler des Fraunhofer ISI analysierten die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Elektrizitätsspeicher, Erneuerbare Materialien, Abfallwirtschaft und Ressourceneffizienz, „klassische“ Umwelttechnologien sowie Nachhaltige Mobilität. Im Ergebnis sehen die Karlsruher Forscher politischen Handlungsbedarf, denn die Entwicklung über einen längeren Zeitraum gebe Grund zur Sorge: Im Vergleich zu den 90er Jahren haben sowohl die Cleantech-spezifische Aussenhandelsstärke der Schweiz als auch ihre Spezialisierungsvorteile im Kompetenzportfolio abgenommen. Den ISI-Erkenntnissen zufolge hat zudem der Anteil der Schweiz an den weltweiten Patentanmeldungen im Cleantech-Bereich über den Betrachtungszeitraum gesunken, ebenso der Welthandelsanteil für Cleantech. „Um die bisherige Spitzenstellung zu halten und an der weltweiten Dynamik des Bereichs zu partizipieren, müssen sich die Akteure des Innovationsystems stärker anstrengen, als sie es derzeit tun“, wird Projektleiterin Katrin Ostertag in der Medienmitteilung zitiert. Konkret sehen die ISI-Wissenschaftler vier Handlungsfelder: - Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers
- Ausbau der Cleantech-spezifischen Förderung von Forschung und Entwicklung
- Förderung der angewandten Forschung und privater FuE-Aktivitäten
- Nachfrageorientierte Innovationspolitik
ug
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