Bern - Der Sicherheitsbericht 2010 des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hat gezeigt, dass der öffentliche Verkehr in der Schweiz erneut sehr sicher war. Die Zahl der Unfalltoten im Eisenbahnverkehr sank auf einen neuen Tiefstand, schreibt die Bundesverwaltung in einer Presseaussendung. Prägendes Ereignis aus Passagiersicht sei der Unfall eines "Glacier Express" bei Fiesch gewesen, bei dem eine japanische Touristin ums Leben gekommen war und 42 weitere Reisende zum Teil schwere Verletzungen erlitten hatten. Im vergangenen Jahr seien bei Unfällen im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr 26 Personen ums Leben gekommen. Die Zahl der Eisenbahn-Toten sank mit 20 auf einen neuen Tiefstand, heisst es. Fünf Personen seien bei Tramunfällen gestorben, eine bei einem Busunfall. Die Zahl der schweren Unfälle blieb laut Bundesverwaltung mit 222 auf dem Niveau des Vorjahres, die Zahl der schwer verletzten Personen stieg mit 161 gegenüber dem Vorjahr leicht an. Insgesamt seien tödliche Unfälle von Passagieren aber wie schon in den Vorjahren sehr selten gewesen. Die meisten Todesfälle seien auf unbefugtes oder unvorsichtiges Queren von Bahn- oder Tramgeleisen zurückzuführen. Die Schweiz befindet sich laut der Pressemitteilung in punkto Sicherheit im öffentlichen Verkehr in Europa unter den führenden Ländern. Im langfristigen Vergleich hätten die Unfälle bei der Eisenbahn in der Schweiz deutlich abgenommen. In den letzten 20 Jahren habe sich die Zahl der Unfälle und Todesopfer pro Personenkilometer auf rund ein Viertel reduziert. (eg)
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