SWISSAID gratuliert Simonetta Sommaruga zur Wahl in den Bundesrat. Die neue Bundesrätin hat das Entwicklungshilfswerk fünf Jahre präsidiert und ist immer noch Mitglied des Stiftungsrates. Die Ausrichtung der Schweizer Entwicklungshilfe wird in Sommarugas erstem Jahr in der Landesregierung ein wichtiges politisches Thema sein.
„Simonetta Sommaruga kann Brücken bauen und Allianzen schmieden.“ Das habe die neue Bundesrätin in ihrer Zeit als SWISSAID-Präsidentin von 2003 bis 2008 immer wieder unter Beweis gestellt, sagt SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel. So initiierte Sommaruga etwa die Zusammenarbeit mit den Schweizer Bauernorganisationen im erfolgreichen Kampf für das Gentech-Moratorium, das diesen Frühling bis ins Jahr 2013 verlängert wurde. Ein besonderes Anliegen war Sommaruga auch der Widerstand gegen patentiertes Saatgut, das Bauern und Bäuerinnen im Süden in Abhängigkeiten von multinationalen Konzernen verstrickt. Verwandte Themen| { Wem gehört der Broccoli?, 20.07.10 } | | { Für einen fairen Ausgleich, 19.05.10 } | | { Kein Patent auf Leben, 28.04.10 } | | { Armutsfallen vermeiden , 08.04.10 } | | { Hungern auf dem eigenen Acker, 09.03.10 } | | { Vielfalt im eigenen Garten, 26.02.10 } | | { Schweiz statt Bangladesch, 11.02.10 } | | { Patente machen Arme krank, 02.02.10 } | | { Mikrofinanz zündet nächste Stufe, 15.01.10 } | | { Kämpfen für eine bessere Welt, 11.01.10 } | | { Jatropha: weder bio noch öko , 06.01.10 } | | { Afrika fordert Milliarden, 19.11.09 } | | { Mikrofinanz wächst schneller, 28.10.09 } | | { Der Krieg um Palmöl, 07.10.09 } |
Sommaruga begleitete in ihren SWISSAID-Präsidialjahren Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf Reisen in den Tschad, nach Niger, Indien und Nicaragua. Dabei lernte sie die schwierige ökonomische und ökologische Situation in den ärmsten Ländern der Welt und die Arbeit von SWISSAID aus erster Hand kennen. Die Schweizer Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit ist in neun Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens tätig und unterstützt dort primär Projekte zur Förderung der Ernährungssicherheit und zur Stärkung der Zivilgesellschaft.
„Hilfe zur Selbsthilfe ist der sicherste Weg aus der Armut“, schrieb Sommaruga, geprägt von den Erfahrungen als SWISSAID-Präsidentin, als sie ihr Amt niederlegte. Es brauche aber auch „unser politisches Engagement“. Gelegenheit, dieses Engagement auch als Bundesrätin unter Beweis zu stellen, wird Sommaruga genügend haben. Gerade in ihrem ersten Jahr in der Landesregierung stehen mit der Ausarbeitung der Botschaften für die Entwicklungshilfe-Rahmenkredite wichtige Geschäfte an. Dabei wird es auch um die Umsetzung des jüngsten Entscheides des Bundesrates gehen, die entsprechenden Beiträge auf 0.5% des Bruttoinlandproduktes zu erhöhen. „Wir freuen uns über ihre Wahl und sind überzeugt, dass Sommaruga im Bundesrat eine starke Stimme für die Entwicklungshilfe sein wird“, erklärt SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel.
Weitere Informationen:
SWISSAID Lorenz Kummer, Mediensprecher Telefon: 031 350 53 51 E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
Bild: Besuch Sommarugas bei einer Gruppe von Gemüseproduzentinnen in der Sahelzone in Niger (Betrand Cottet/Strates/Swissaid)
|