Vom 18. Bis 23. Juli 2010 findet in Florenz, Italien, die dritte “International Summer School on Social Banking” statt. Die aktuelle gesellschaftliche Wertediskussion aufgreifend, haben die Organisatoren (Institute for Social Banking) die dritte Ausgabe der Summer School unter das Motto: "Banking on values - what values?" gestellt.
Das Spannungsfeld zwischen Profitmaximierung auf der einen und Sicherung des Gemeinwohls auf der anderen Seite zieht sich als Leitfaden durch die Konferenz. Was sind die zentralen Werte eines Bankwesens, das Mensch und Natur dient? Und wie kann dieses aussehen? Verwandte Themen| { Mikrofinanz zündet nächste Stufe, 15.01.10 } | | { Der Prophet als Risikomanager, 12.01.10 } | | { Mikrofinanz wächst schneller, 28.10.09 } | | { Banker als Herdentiere, 17.09.09 } | | { Finanzplatz muss sich neu erfinden, 16.09.09 } | | { Finanzmarkt wirbt um Vertrauen, 10.09.09 } | | { Finanzplatz muss sauberschrumpfen, 03.08.09 } | | { Fairen Konsum gezielt fördern, 30.06.09 } | | { Gute Praktiken wiederbeleben, 17.06.09 } | | { Bis zur nächsten Krise?, 25.02.09 } |
Wissenschaft, Praxis und innovative FragestellungenDie Vortragenden der Summer School sind anerkannte Wissenschaftler und erfolgreiche Praktiker des Social Banking, beispielsweise Dr. Ulrich Thielemann vom Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen oder Andreas Neukirch, Vorstand der ethisch-ökologisch orientieren GLS Bank aus Bochum. Es geht nicht nur um das Hinterfragen wissenschaftlicher Konzepte oder etablierter Praktiken des Werte orientierten Finanzsektors, auch neue Tendenzen und Fragen werden diskutiert: Was ist Social Banking im Web 2.0? Oder auch: Kann man Geld- und Bankwesen gar als Gemeingut begreifen? Zu diesem Thema wird die bekannte Gemeingüter-Autorin Silke Helfrich Überlegungen anstellen. Bankwesen als essentieller Teil der GesellschaftDas Bankwesen ist essentieller Teil unseres Wirtschaftens, man könnte es als „Herzorgan“ der Wirtschaft bezeichnen. Und die Wirtschaft hat Einfluss auf alle sozialen und ökologischen Entwicklungen, weswegen es auf der Summer School in Florenz auch darum gehen wird, die Wertefrage im Bankwesen als grundlegende Frage nach der Art und Weise zu begreifen, wie wir wirtschaften. Diese Gedanken wird u.a. Andreas Weber, Autor von „Bio-Kapital“, vertiefen. Eine interaktive PlattformIn Vorträgen, Diskussionen, Workshops und interaktiven Veranstaltungen bietet die Summer School eine Plattform, sich dem Thema intensiv anzunähern. Die TeilnehmerInnen sollen inspiriert werden, sich für eine Neudefinition von Werten im Bankwesen einzusetzen. Dabei kommen Mitarbeiter sowohl aus sozial orientierten als auch aus konventionellen Banken mit Akademikern und sonstigen Interessierten aus der ganzen Welt zusammen. Das Wissen und die diversen Interessen der TeilnehmerInnen sollen intensiv mit eingebunden werden, weswegen diese in so genannten „Open Space Sessions“ auch eigene Themen in die Diskussion einbringen können. Die Konferenzsprache ist Englisch. Das Institute for Social BankingErfinder und Organisator der Summer School ist das Institute for Social Banking (ISB), ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bochum. Ziel des ISBs ist es, dass immer mehr Menschen das Geld-, Bank- und Ver-sicherungswesen in einem ethischen und sozial-ökologischen Sinne neu begreifen. Dies erreicht das ISB durch Bildungsange-bote wie die Summer School, mit einem Berufs begleitenden Masters-Studium, durch Ringvorlesungen, Einzelveranstaltungen und Seminare. Insbesondere versucht das Institut, MitarbeiterInnen des Finanzsektors zu befähigen, im Bereich des werteorientierten Bankwesens innovativ und selbständig zu denken und zu handeln. Aber auch die Bildung an Universitäten und die Informierung der Öffentlichkeit gehört zu den Zielen des Instituts. So wird beispielsweise im kommenden Sommersemester zum ersten Mal das Modul „Social Banking“ im BWL-Studium der Alanus Hochschule angeboten.
Weitere Informationen: Institute for Social Banking Katharina Beck Telefon: +49 (0)234 5797185 Email:
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skype: katharinabeck
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