Zürich/Hamburg - Die Ansteckungsgefahr mit dem gefährlichen Fuchsbandwurm scheint zu wachsen - vor allem in der Schweiz. Bis zum Jahr 2000 war dort die Neuerkrankungsrate mit Alveolare Echinokokkose (AE) leicht rückläufig, schreibt Spiegel Online. "Seitdem aber gibt es eine klare Steigung um den Faktor 2,6", erklärt der Parasitologe Peter Deplazes von der Universität Zürich im Gespräch mit dem Online-Magazin. Deutlich mehr als eine Verdopplung also. Auch in Deutschland seien die Fälle im Jahr 2000 sprunghaft gestiegen, seit 2001 besteht eine Meldepflicht. Die gefürchtete AE-Krankheit wird durch versehentlich geschluckte Fuchsbandwurmeier ausgelöst. Sie ist zum Glück überaus selten, in Deutschland werden jährlich meist ein bis zwei Dutzend neue Fälle bekannt. Als Ursache vermutet der Schweizer Experte die stark gewachsenen Fuchspopulationen, die mittlerweile laut Spiegel Online bis in die eidgenössischen Grossstädte vorgedrungen sind. Dennoch gibt es keinen Anlass zur Panik, denn auch heutzutage erkranken in der Schweiz statistisch gesehen noch immer weniger als drei von einer Million Einwohnern pro Jahr an AE, schreibt Spiegel Online. In Deutschland liege die Rate sogar weit unter einer Infektion pro eine Million Menschen. Bis vor einigen Jahrzehnten sei eine Diagnose Alveolare Echinokokkose praktisch einem Todesurteil gleich gekommen. Der Grund: Wenn Bandwurmeier via Mund und Magen in den Darm gelangen, können von dort aus Larven in die Leber einwandern, wo sie sich zu blasenartigen, flüssigkeitsgefüllten Zysten, den sogenannten Finnen, entwickeln. Letztere beginnen nun zu wachsen und sich zu teilen. Dieser Prozess kann bis zu 15 Jahre dauern, heisst es in dem Beitrag. (eg)
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